Die wunderbaren Jungs von Trinidad spielen am silvesterzauber ein Live-Set in der Schüür. Es erwartet dich warme, sonnige und treibende Clubmusik. Trinidad legt um 00:30 Uhr los und sie werden tanzen, spielen und anstossen. Vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge… Wichtig für dich: Sei bei Zeiten da!

hörperlen.: Erzählt mal. Wer ist Trinidad?

Trinidad: Wir sind Marc, Dominik und Lukas aus Bern. Wir kennen uns seit langer Zeit und machen seit vielen Jahren gemeinsam Musik. Trinidad haben wir vor knapp sechs Jahren ins Leben gerufen. Der Name steht einerseits für die karibische Wärme und das sommerliche Lebensgefühl (so wie wir uns das etwa auf der Insel Trinidad vorstellen), welche wir wenn immer möglich in unsere Musik und unsere DJ-Sets einbauen. Andererseits beziehen wir uns als Trio natürlich auch ein bisschen auf den Begriff der Dreifaltigkeit (=Trinidad) – nicht unbedingt im göttlichen Sinne, aber doch im Sinne einer aus drei Personen bestehenden Einheit.

h.: Wie beschreibt ihr die Musik von Trinidad in 5 Worten?

T.: Warme, sonnige, treibende Clubmusik (dieManAuchZuHauseOderAmStrandHörenKannUndDasIstNurEinWortJaJaJa!)

h.: Ihr seid ja nun auch schon eine Weile dabei. Hat sich eure Musik in den letzten Jahren verändert?

T: Ja, hoffentlich! Wir wollen mit unserer Musik Szenen oder ganze Geschichten erzählen, und das sollen ja nicht immer dieselben sein. So probieren wir gerne immer wieder Neues aus, sowohl technisch als auch stilistisch. Allgemein sind unsere Songs vielleicht etwas langsamer geworden, ehrlicher, und vielleicht auch ein bisschen sphärischer. Aber auch die clubbige Musik, die wir in unseren DJ-Sets auflegen, hat uns sicher stark beeinflusst. So oder so versuchen wir aber immer, unsere Melodien auf die eine oder andere Art einzubauen.

h.: Ein kurzer Blick in die Zukunft: Wie sehen denn eure Pläne aus?

T: Seit diesem Jahr arbeiten wir an einem Album. Das macht grossen Spass und bietet viel mehr Freiraum als eine EP, so können wir neben unserer Palette von Clubmusik guten Gewissens auch einmal unsere grosse Liebe zu Reggae und Dub ausleben. Dieses Album wird irgendwann auf Vinyl und Digital erscheinen.

h.: Da freuen wir uns riesig drauf. Könnt ihr uns dazu einen Einblick in eine Studiosession geben? Wie geht ihr einen neuen Song an?

T: Meistens hat jemand eine ganz grobe Idee und bringt diese in die Runde. Wenn die Idee allen gefällt, produzieren wir sie gemeinsam weiter, nehmen Instrumente auf, machen Arrangements. Hierbei haben wir alle unsere konkreten „Kernkompetenzen“ wie zum Beispiel Sounddesign, Effekte, Spielen von Instrumenten, etc., nach welchen wir dann die noch anfallenden Aufgaben verteilen. Dies geschieht hauptsächlich in unseren Studios in Bern und Zürich. Zwischendurch packen wir aber auch unser Material und fahren gemeinsam an einen schönen Ort, um dort intensivere Aufnahme- und Produktionssessions zu machen. Diese Orte (Berg, See, Meer, …) spielen dann bei den entsprechenden Songs auch eine wichtige Rolle – sei es als Inspiration oder auch hörbar anhand von stimmungsvollen Umgebungsaufnahmen.

h.: Was bedeutet es für euch, dann Live auf der Bühne eure eigenen Songs zu performen?

T: Das macht natürlich Freude! Unser Live-Set ist deutlich anspruchsvoller als unsere DJ-Sets, weil wir die Songs mit Synthesizer, Gitarre, Drum-Pad und Sampler effektiv „live“ umsetzen. Das bedeutet zwar weniger Freiraum in der Musikauswahl (weil wir so natürlich nur eigene Songs spielen), dafür ist es möglich, anhand der Energie des konzertanten Spielens eine intensivere Verbindung zum Publikum aufzubauen und mehr Spannung zu bieten. So ist es ein zweischneidiges Schwert: Wenn das Publikum nur laute und harte Banger will, haben wir mit dem Live-Set verloren (ok, mit harten Bangern hätten wir auch mit dem DJ-Set verloren). Wenn das Publikum aber offen ist für eine dynamischere Live-Performance, dann hat uns das schon sehr schöne Momente beschert. Es ist also immer spannend – und das mögen wir daran.

h.: Wie unterscheidet sich ein Trinidad DJ-Set davon?

T: Bei einem Trinidad DJ-Set legen wir einerseits ganz „klassisch“ auf, so auch Tracks von anderen Produzenten. Andererseits nehmen wir immer unser Drum-Pad mit und ergänzen die aufgelegten Songs mit Live-Perkussion (später am Abend funktioniert dies übrigens auch mit Bierflaschen).

h.: Welche Tracks dürfen in eurem DJ-Set auf keinen Fall fehlen und wieso?

T: Das ist schwierig zu sagen: Einerseits ist kein DJ-Set wie das Andere, und zweierseits haben wir praktisch keine Tracks, die länger als ein paar Monate in unserer engeren Auswahl überleben. Klar gibt es diese Songs, die wir im Moment gerade unglaublich gut finden und nie mehr missen möchten – aber sie werden immer wieder abgelöst von neuen Songs, die uns unglaublich gut gefallen. Ganz allgemein heissen wir warme, treibende und nicht klinisch „saubere“ Tracks herzlich willkommen bei uns.

h.: Nach unzähligen Konzerten und Gigs habt ihr sicher auch schon so einiges erlebt. Was war dabei euer schönstes und eindrucksvollstes Erlebnis?

T. Hmm. Ja, da ist definitiv vieles im Erinnerungsbüchlein abgelegt… Vor den Gigs stossen wir immer auf einen „reibungslosen Gig“ an. Aber kein Gig ist reibungslos, und das macht ja gerade so viel Spass und schafft die grossen Erinnerungen. So kann es denn auch auf viele unterschiedliche Arten schön und eindrücklich werden. Zum Beispiel wegen einem Gig selber – da erinnern wir uns zum Beispiel gerne an unser erstes Live-Set am Gurtenfestival in Bern zurück, das wär ziemlich verrückt, wieviel positive Energie wir da vom Publikum erhalten haben. Aber auch das Umfeld und die Umstände eines Gigs können unglaublich gut sein – wir denken da zum Beispiel an die aussergewöhnlichen Parties mit der Miteinander-Musik-Familie.
Letztendlich haben wir das Glück, uns in einer Szene bewegen zu dürfen, in welcher extrem viele gute, spannende und kreative Menschen tätig sind. So braucht es schon ziemlich viel, dass ein Gig nicht schön und/oder eindrucksvoll wird. Jedenfalls für uns – hoffentlich sieht dies das Publikum nicht allzu fest anders, haha.

h.: Wo möchtet ihr unbedingt mal spielen?

T: In jeder Strandbar dieser Welt.

h.: Sicher ist, dass ihr am 31.12.2016 in der Schüür spielt. Was können wir von euch erwarten?

T: In der Schüür werden wir kurz nach Mitternacht ein Live-Set spielen (also eben mit Synthies, Gitarre, Drum-Pad, Sampler, …) und freuen uns, das neue Jahr an einem kalten Abend mit warmer Musik und an einem guten Ort mit guten Menschen begrüssen zu dürfen. Wir werden tanzen, spielen und anstossen. Nun, vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge.

h.: Danke für eure Zeit. Da freuen wir uns riesig drauf!