Josef K verzauberte uns letzten Sommer im Schüür Garten am budenzauber im Garten. Wie wir hat er wunderbare Erinnerungen daran. Er freut sich also extrem auf seinen nächsten Auftritt in der Zentralschweiz. Welche Platten er dabei haben wird, wo er die guten Stücke her hat und vieles mehr, erfährst du hier. Check it out!

hörperlen.: Josef K, wir freuen uns sehr, dich am budenzauber im exil wieder dabei zu haben. Wie geht es dir?

Josef K.: Sali. Ja, wie soll ich’s sagen… Ich freue mich verdammt fest, dass ihr mich wieder eingeladen habt.

h.: Am budenzauber im garten hast du die gross angekündigte selbstgebastelte Cervelatrakete mitgebracht. Hast du diese schlussendlich abgefeuert?

J: Ja, das habe ich. Ich glaube sogar, ein paar von euch Jungs waren auch bei der Zündung dabei. Geflogen ist sie, wie verruckt. Die Servilat habe ich einfach gegessen.

h.: An den Tellern hast du dann ein wahres Feuerwerk abgeliefert und die Leute mit deiner #lüpfermukke so richtig zum Tanzen gebracht. Was ist dir vom Schüür-Garten in Erinnerung geblieben?

J: Haha, habe ich da einen eigenen Hashtag?

h.: Logo!

J: Geil. Ja, der Schüürgarten… das war eine grosse Sache. Einfach geil, dass die Fete bereits am Nachmittag begonnen hatte. Das Wetter war ja nicht so der Wahnsinn, aber das hinderte niemanden, einfach mit seinen Füssen im Sand dem Regen entgegen zu stampfen. Einfach geil. Und die Leute… Alles irgendwie gutgelaunte Mössios und Madams.

h.: Erzähl uns doch etwas über deinen Sommer. Hast du die heissen Sommertage wieder am Rhein verbracht?

J: Jawoll. Die Gewässer ziehen mich an. Nur bin ich Anfang dieses Jahres nach Zürich gezogen. Ich wohne ja gefährlich nahe an der Lettenbadi. Und so habe ich denn auch den ganzen Sommer über hier in meiner neuen Heimat verbracht, Zeitung gelesen, Kaffee getrunken und immer schön die Storen heruntergedreht, damit es nicht zu heiss wird in der Bude.

h.: Und dich wieder eingeschlossen, weil du ja nur für unsere Auftritte lebst. Wir verstehen… Wieso legst du mit Schallplatten auf? Was reizt dich daran?

J: Ich sags mal so. Man sagt, dass man Gerüche nie vergisst. Für mich ist das Platten-Auflegen wie eine Erinnerung, die du nie vergisst. Das Nadel-Setzen ist ein haptisches Feuerwerk!
Und dann kommt hinzu, dass du deine Sammlung hast, die stetig wächst, du aber jeweils genau darauf achtest, was du kaufst, weil Platz und Geld (bei mir zumindest) Mangelware sind. Ich weiss nicht, wer mit Platten auflegt, hat eine Beziehung zu seinen Platten und den Tracks darauf. Ich kenne nicht alle meine Platten auswendig, aber ich weiss, welcher Track welches Gefühl ausgelöst hat.

h.: Dieses Jahr wurden ja wieder einige Platten veröffentlicht. Wie entscheidest du, welche Platten du kaufst? Machst du Hörproben (nicht zu verwechseln mit hörperlen.) auf Spotify?

J: Ja, das mache ich. Klar gibt es Releases, die ich blind kaufen kann, aber grösstenteils höre ich rasch rein. Und ja, dabei ist Spotify eine grosse Hilfe.

h.: Wie sieht denn dein Kaufsprozess aus? Gehst du passend zu den Vinyls ganz analog zum Plattendealer deines Vertrauens oder bestellst du diese online?

J: Das kommt darauf an. Als ich noch in Basel wohnte, ging ich oft in den Plattenladen meines Vertrauens (Plattfon, unbedingt abchecken und Gruss an Muriel ausrichten). Mittlerweile bestelle ich aber durchaus auch aus dem Internet. Was ich nicht mache, ist im Plattenladen reinhören und danach günstiger im Netz kaufen. Das macht man einfach nicht.

h.: Welches Release von 2016 hat dich am Meisten überzeugt? Wieso?

J: Da wäre sicherlich DJ Kozes neustes Album zu nennen. Grosse Sache. Ich weiss gar nicht, es gibt so viele gute Platten… und Weval hat ja auch eine LP herausgebracht. Und was ich erst dieses Jahr entdeckt hab’, sind diese geilen Compilations auf Exploited Records mit dem Namen „Shir Khan Presents….“ – Hammer!

h.: Welche Platte wird an der Eröffnungsfeier HSLU Design & Kunst sicherlich mit dabei sein?

J: Die eben erwähnte „Shir Khan Presents“. Endlich habe ich „Strange“ von den Adana Twins auf Platte. Ihr glaubt es nicht, aber darauf warte ich schon seit mehreren Jahren. Old but gold.

h.: Was nimmst du neben deiner #Lüpfermukke sonst noch in die Viscosistadt mit?

J: Weval hat einen geilen Remix am Start von Gui Borattos „Take Control“. Den bringe ich sicher. Und dann habe ich ordentlich eingekauft, sodass ich viel Neues spielen kann. Aber auch altbewährtes (#lüpfiges), wie Martin Waslewski und Solomun.

h.: Wir freuen uns riesig darauf!