Eine kurz zusammengefasste Reise über Elias Doré: Als Berliner kam er schon früh mit der elektronischen Musik in Kontakt. Der entscheidende Moment, DJ zu werden, kam dann aber in London. Sein momentaner Lieblingstrack ist von einem uns nur zu gut bekannten Luzerner. Ja? Klar, die Details kriegst du hier! Los.

hörperlen.: Spontan 5 Worte zu Elias Doré?

Elias Doré: Deep, atmosphärisch, Storytelling, Harmonie, treibend.

h.: Was hat es mit diesen Worten auf sich?

E: Sie beschreiben in kleinen Ausschnitten meine Musik und meinen Zugang zu ihr… Mein grösstes Glück ist es, wenn ich es schaffe meine Zuhörer und Tänzer mit auf eine Reise zu nehmen, sie von verschiedenen Soundlandschaften in wieder andere hinüberzuführen und dabei immer wieder diesen „Oh yes!“-Moment erzeugen kann, in dem die Blicke sich treffen und DJ und Publikum sich gleichermaßen freuen, über diesen einen, geilen Moment. Es klingt zwar etwas abgedroschen als Phrase, aber mir ist es unglaublich wichtig die Menschen in meinen Sets mit der Musik zu berühren, die Songs nicht wahllos aneinander zu reihen und letztlich so etwas wie eine Geschichte zu erzählen.

h.: Da stimme ich dir zur. Wie bist du denn mit der elektronischen Musik in Kontakt gekommen?

E: Das kam als geborener Berliner schon relativ früh, auf den ersten illegalen Parties in irgendwelchen Lagerhäusern oder abgewrackten Schuppen in Berlin mit 16-17. Aber so richtig verliebt in die elektronische Musik habe ich mich erst mit 22… Seitdem gehts in unserer Beziehung nur bergauf :).

h.: Und wieso bist du DJ geworden?

E: Meine Freunde an meiner Uni in London hatten keine Vorstellung von gutem Techno – eigentlich wirklich nur aus diesem einen simplen Grund. Ich wollte ihnen zeigen, dass es mehr als Bumm-Bumm gibt. Ausserdem fehlte mir der Berliner Elektro in der suboptimal ausgestatteten Londoner Party-Szene. Dass es alles so gut laufen würde und ich am Ende soviele Menschen positiv mit meiner Musik berühren würde, hätte ich Anfang 2015 nie für möglich gehalten.

h.: Dein Set aus dem Sisyphos von diesem Jahr hat ja bereits mehr als 10’000 Klicks. Bedeuten dir diese Zahlen etwas?

E: Auf eine seltsame Art und Weise schon… Es zeigt einem einfach, dass viele Menschen auch immer wieder zurückkommen, um die Musik nochmals zu hören. Das ist ein sehr schönes Gefühl.

h.: Du warst ja dieses Jahr schon einige Male in der Schweiz. Bemerkst du bei deinen Auftritten einen Unterschied zu Deutschland?

E: Es ist meist viel sauberer und die Leute rauchen draussen, sonst eigentlich nicht wirklich ;). Zürich muss sich vor Berlin definitiv nicht verstecken, Genf kann dagegen noch einiges lernen… Aber auch dort sind die Leute offen für Neues und haben Lust zu tanzen.

h.: Wo spielst du denn am liebsten?

E: Im Sisyphos und der Rummelsbucht ist es schon mit am schönsten…

h.: Was zeichnet denn deine Sets aus?

E: Ich würde sagen die Abwechslung in den Songs, aber das Urteil überlasse ich am Ende lieber den Zuhörern.

h.: Dein momentaner Lieblingstrack?

E: Babel von Bernstein… Gänsehaut, jedes Mal. Ob Peaktime oder Afterhour, passt einfach immer.

h.: Welcher Track wirst du in Luzern mit Sicherheit spielen?

E: Clawz SG – Gwendoline. Einer meiner zeitlosen Lieblingstracks – absolut „underplayed“ auf den Dancefloors und dabei doch so eine geile Nummer.

h.: Nebst dem Track. Wieso muss man unbedingt in die Viscostadt kommen?

E: Weil ich gehört habe, dass die Leute von hörperlen. immer ziemlich geile Partys veranstalten…

h.: Haha. Wahre Worte! Wir freuen uns riesig auf dich.