Dandara beehrt uns für den zweiten budenzauber in der Kegelbahn (Luzern) vom 14. April 2018. Vorgängig stand uns der sympathische Junge aus dem Rheinknie Basel Red und Antwort über den bevorstehenden Gig in Luzern. Welchen Einfluss die westafrikanische Musik auf sein Live-Sets haben und wie er dem treibenden Regen in Brasilien entkommen ist, erfährst du hier.

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hörperlen.: Laut amerikanischem Suchmaschinengiganten bist du ein Videospiel oder eine Afro-Brasilianische Kriegerin. Was trifft eher auf dich zu?

Dandara: Der Name ist tatsächlich von der brasilianischen Freiheitskämpferin Dandara inspiriert. Ich liebe Brasilien, die Kultur, das Essen, die Menschen, die Sprache, die Musik und die Natur.

Unsere Lieblingsfrage: Beschreibe dich mit einem gif!

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Die Aufwärm-Phase ist vorbei. Jetzt wirds seriös: Du bist Mitglied von LOKD, einem Basler Musik-Kollektiv. Für was steht ihr und was treibt ihr so?

LOKD ist ein Künstler-Kollektiv bestehend aus DJs, Produzenten, Visual Artists und Grafikern.
Wir haben als Event-Label in Basel angefangen und versuchen uns nun ständig weiterzuentwickeln. Unsere LOKD-Showcases gibt es mittlerweile in diversen Schweizer Städten und bald auch vermehrt in Deutschland.
Seit einem Jahr releasen wir nun auch Musik von unseren Labelkünstlern, sowie von Freunden und auch von neuen Talenten. Die nächsten Release stehen bereits in den Startlöchern. Ausserdem veröffentlichen wir Mixtapes von unseren Lieblingskünstlern.
Momentan arbeiten wir an Konzepten und Ideen um LOKD weiter auszubauen und weitere Künstler zu involvieren und unser Angebot zu erweitern.

Was stehen für persönliche musikalische Projekte an?

Ich arbeite nun vermehrt wieder an diversen Produktionen, sowie an einem Debut Album, welches hoffentlich 2019 releast werden kann.
Ausserdem arbeite ich an einem neuen Band-Projekt, welches in den nächsten Wochen das Licht der Welt erblicken wird.

Wir freuen uns immer wieder über Live-Sets. Was bevorzugst du: LIVE- oder DJ-Set?

Bei einem DJ-Set bin ich flexibler und kann auf die Reaktionen der Crowd eingehen. Live zu spielen ist näher an der Studioarbeit, welche ich über alles liebe.

Mal schauen, vielleicht gibts ja sogar einen kleinen Mix von beidem… Was fasziniert dich oder gefällt dir so sehr an den von dir häufig verwendeten Afro-Beats?

Ich steh total auf westafrikanische Musik und höre diese auch oft privat. Ich mag die fröhliche Stimmung, die packenden Rhythmen und die Tradition, die dahinter steht. Ich möchte gerne diese traditionelle Musik mit der modernen elektronischen Tanzkultur verbinden und so eine einzigartige Musikerfahrung schaffen.

Ist dir bislang sehr gut gelungen. Kommen wir zu deinen weltweiten Auftritte: eine witzige Anekdote zu kulturellen Unterschieden, Sprachproblemen oder Reisepannen auf Lager?

Ich musste an einem Festival in Brasilien mein Set wegen Regen abbrechen. Das Zelt war eigentlich dicht, aber der Regen und der Wind waren so stark, dass das komplette Equipment nass wurde. Ich musste meinen Laptop mit meinen Kleider schützen und zwei Stunden warten, da der nächste Unterschlupf rund einen Kilometer weit entfernt war und ich mein Equipment niemals hätte trocken transportieren können. Durchnässt und kalt wollten wir nur noch nach Hause, unser Auto steckte aber im Schlamm fest und wir mussten in unseren nassen Kleidern in einem Pferdestall übernachten und haben uns alle erkältet. Mir wurde in dieser Nacht im Stall auch mein ganzes Geld und meine Kopfhörer gestohlen.

Wie du vielleicht weisst, wird’s einen VJ geben in der Kegelbahn. Freust du dich aus so wie wir darauf?

Ich mag Partys mit VJs. Eine gute Party ist für mich, wenn sie möglichst alle Sinne anspricht: Deko/Visuals, gute Musik, gute Drinks & gutes Essen…

Da werden wir uns ordentlich ins Zeug legen, versprochen! Sonstige Erinnerungen an die Kegelbahn?

Das wird mein erstes Mal in der Kegelbahn, ich bin gespannt.

Wir auch. Danke für den Schwatz. Wir freuen uns auf dich!